Lidl Freiarm-Nähmaschine Silvercrest im Test & Vergleich

Der Preis-Leistungs-Vergleich zwischen der Lidl Freiarmnähmaschine Silvercrest und dem Markenprodukt zeigt im Test ein recht eindeutiges Ergebnis.

Ab Montag den 17.09.2012 verkauft der Discounter Lidl eine Freiarmnähmaschine von Silvercrest zum günstigen Preis von 59,99

Die Nähmaschine ist laut Stiftung Warentest robust, zuverlässig und gut. Die Eigenschaften der Freiarmnähmaschine sind mit ihren 33 Stichprogrammen, dem Nähen von dicken Stoffen, der Knopflochautomatik recht komfortabel. So kann mühelos Jersey oder Stretch genäht werden. Viele Nutz-, Zier- und Overlockstiche, ein einfaches Säumen, die Stichfunktionen und die Zwillingsnadeln stellen ein umfangreiches Zubehör dar. Es gibt zudem ein einfaches Einfädelsystem, ein blendfreies Nählicht, einen integrierten Fadenabschneider, ein elektronisches Fußpedal und einen Staubschutz.

Silbercrest Nähmaschine von Lidl & AEG Nähmaschine – Der Vergleich

Die AEG Nähmaschine 376 mit Flachbrett Anschiebetisch kostet zwar ca. 80 EUR und verfügt nur über 26 Nähprogramme, dafür ist die AEG 376 jedoch Profi-tauglich. Neben den üblichen Stichprogrammen erzeugt die Maschine aber weit aus bessere Nähstiche, die sich besonders in der Doppelfunktion, beim Verzieren oder Zuschneidern von Bekleidung absolut gut machen. Dazu gehören der Dreifach Zick-Zack, der elastische Zick-Zack, der Dreifach-Geradestich und noch einiges mehr. Ein Stichlängenwahlrad und die regelbare Oberfadenspannung, der Rückwärtstransport, die Spulenautomatik und das reichhaltige Zubehör können überzeugen. Das blendfreie Nählicht hat 70 Watt, der Strombetrieb läuft mit 220 V bei 800 spm (Stiche pro Minute).
Auch die AEG-Nähmaschine wurde schon von einigen Testinstituten mit sehr guten Bewertungen für Qualität und Bedienung ausgezeichnet.

Zwei Freiarmnähmaschinen mit einem guten Preis, guten Testergebnissen und die ausreichen, um Näh-Stich und Saumarbeiten zu verrichten. Wer sich jedoch ein bisschen mit dem Nähen auskennt, erkennt sofort die Vorteile, die am Markengerät vorhanden sind. Die AEG Nähmaschine nämlich näht nicht nur dicken Stoff, ferner bearbeit sie auch Fleece oder Kunstleder, auch dicke Hunde- oder Katzenhalsbänder können mit ihr genäht werden. Das schaffen bei weitem nicht alle Maschinen. Der Faden der AEG reißt so gut wie nie, auch nicht beim rückwärts nähen. Dreifach Stiche in Zickzack oder der Dreifach-Stich-Geradelining halten bedeutend besser als der Doppelstich. Spulenautomatik gibt es, damit man nicht umstellen oder den Faden herausziehen muss.

Nachteile beider Näh-Geräte: Die des Markenherstellers AEG hat leider keinen Schalter zum Ausschalten, aber zu dem Preis, und selbst für Profis ist das nur ein kleines Defizit. Die Lidl Maschine ist nicht die schnellste, laut Lidl bietet sie ein einfaches Einfädelsystem. Laut Verbraucher-Rezensionen ist das Einfädeln ins Nadelöhr wohl eher ein Geduldspiel, das eine gewisse Geschicklichkeit erfordert.

Wer noch 20 EUR mehr ausgeben kann, sollte sich die W6 Nähmaschine N 1615 anschauen. Diese bietet deutlich mehr Komfort als beide zuvor beschriebenen Nähmaschinen und ist laut Kundenmeinungen eine der besten.

Fazit: Weniger ist manchmal mehr, für den normalen Hausgebrauch ist die etwas billigere Nähmaschine von Lidl absolut für alle Näharbeiten tauglich.
Eine einfache Bedienung, Extras, die die Näharbeit schneller und effektiver machen, sind jedoch eher bei der AEG-Maschine oder der W6 Nähmaschine zu finden.