Lebensmittelklarheit: Bessere Lebensmittel-Kennzeichnung soll kommen?

Ein Verbraucherportal wurde seitens der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner geplant, welches jedoch sehr umstritten ist. Aigner möchte Lebensmittelklarheit. Dazu soll das Portal Lebensmittelklarheit.de freigeschaltet werden. Begründet wurde dieser Schritt mit einem Graubereich bei der Kennzeichnung der Produkte. So seien beispielsweise Früchte auf Joghurts abgebildet, die jedoch nur Aromen enthielten. Dabei wird sich auch auf eine Umfrage gestützt, die besagt, dass die Hälfte der Verbraucher sehr unzufrieden mit den Informationen auf den Lebensmittelverpackungen ist.

Auch sollten künftig die Farben Grün, Rot und Gelb dem Verbraucher anzeigen, ob er gerade ein fettreiches Produkt mit Zucker in den Händen hält oder ein Produkt, welches zu seiner gesunden Ernährung beiträgt. Doch leider wurde dieser Vorschlag von EU-Parlament und EU-Ministerrat abgelehnt. Weiterhin sollten auch Fettanteil, Zuckergehalt, Salzgehalt und gesättigte Fettsäuren beurteilt werden. So würde grün für gute Werte stehen und rot für schlechte. Hat beispielsweise ein Produkt mehr als zehn Prozent Fett pro einhundert Gramm, bekäme es einen roten Punkt. Auch sollten zusätzlich die Brennwerte auf den Etiketten vermerkt sein. So hätten Verbraucher bewusster und wenn gewünscht auch gesünder einkaufen können. Jedoch soll in Deutschland diese Kennzeichnung nicht verpflichtend sein. Hier dürfen die Lebensmittelhersteller selbst entscheiden, ob sie bessere Informationen auf ihren Produkten geben wollen oder nicht. Eine vom Agrarministerium durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass die deutschen Verbraucher diese farbliche Unterlegung wünschen.

Mit einem „ja“ zu dieser sogenannten Ampel werden die Lebensmittel folglich in gut und schlecht eingeteilt. Eine Banane zum Beispiel würde nach dem Ampelsystem in der Kategorie Zuckergehalt einen roten Punkt bekommen, obwohl sie zu den gesunden Lebensmitteln gehört. So müssten Verbraucher künftig die Banane beispielsweise auf gleicher Stufe mit der Cola stellen.

Als Fazit kann man sagen, dass trotz einer eventuellen Ampel-Kennzeichnung die Abwägung von ungesunden und gesunden Lebensmitteln weiterhin dem Verbraucher nicht ganz abgenommen werden kann. (via)

2 Gedanken zu „Lebensmittelklarheit: Bessere Lebensmittel-Kennzeichnung soll kommen?“

  1. Eu-Parlament und EU-Ministerrat haben 2010 gegen die Ampelkennzeichnung bei Lebensmitteln entschieden.

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